LERNEN AUF DER LOBURG

Unser Anspruch ist es, die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen in allen Lebensbereichen individuell und bestmöglich zu fördern. Der schulischen Förderung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Deshalb beschäftigt das Loburger Internat zusätzlich zwei Mitarbeiter, die die schulische Entwicklung unserer Schüler begleiten und ihre Lernfortschritte kontrollieren: das Lernbüro.

DAS LERNBÜRO

Mit unseren Lernkoordinatoren den eigenen Lerntyp erkennen und Lernerfolge verbessern

Unsere zwei Lernkoordinatoren sind besonders geschult im Bereich des Lerncoachings und aufgrund des stetigen Austausches mit den Lehrern immer auf der Höhe des jeweiligen Lernstoffes der Schülerinnen und Schüler.

Zu Beginn eines Schuljahres wird jeder Internatsschüler einem der beiden Lernkoordinatoren zugeordnet. Durch spezielle Fragen zum Lernverhalten wird der Lerntyp des Schülers ermittelt. Erfahrungsgemäß ist den Schülern nämlich häufig nicht bekannt, dass sie bisweilen ihren Lernerfolg schon allein dadurch verbessern können, indem sie ihr Lernverhalten an ihrem Lerntyp ausrichten.

DAS LERNGESPRÄCH

Regelmäßig und in vertrauter Runde gemeinsam Probleme erkennen, beheben und wieder richtig durchstarten

Regelmäßige Lerngespräche zwischen Schüler und Lernkoordinator alle vier bis sechs Wochen helfen dabei, dass schulische Probleme angesprochen und schnellstmöglich aus dem Weg geschaffen werden können.

Der genaue Rhythmus bestimmt sich nach Lernverhalten und Noten eines Schülers. Bei akuten Schwierigkeiten kann der nächste Termin schon innerhalb von ein bis zwei Wochen liegen, Schüler mit einem zuverlässigen, eigenständigen Arbeitsstil und konstant guten Leistungen treffen sich hingegen nur ein- bis zweimal im Halbjahr mit ihrem Koordinator.

Der Inhalt ist streng vertraulich, so dass die Schüler ohne Bedenken all ihre Sorgen und Probleme aus dem schulischen Bereich ansprechen können. Der Lernkoordinator nimmt dazu zunächst einmal sämtliche Schulnoten auf und bespricht deren Entwicklung sowie das zugehörige Lernverhalten. Vor- und Nachbereitung der Klassenarbeiten und Klausuren bilden einen weiteren Schwerpunkt der Lerngespräche.

DER LERNPLAN

In Eigenverantwortung Strukturen schaffen, organisiert lernen und Erfolge verzeichnen

Nach der Analyse bestehender Probleme entwickelt der Schüler unter Anleitung des Lernkoordinators seinen individuellen Lernplan. Darin werden alle beschlossenen Lern- und Fördermaßnahmen aufgelistet und über die Woche verteilt.

Zu diesen Maßnahmen gehören insbesondere die Teilnahme an Lerngruppen, Sprachförderungskursen sowie Einzel- und Gruppennachhilfen, aber auch Vereinbarungen wie regelmäßiges Vokabellernen, besondere Unterrichtsvor- und –nachbereitung oder die Arbeit mit Zusatzmaterial. Da wir unsere Schüler zur Eigenverantwortung erziehen, sollen sie sich dieses Lernprogramm selbst erarbeiten und auferlegen.

Der Lernkoordinator leitet die Schüler dabei an und kann in wichtigen Fällen auf die Teilnahme an bestimmten Fördermaßnahmen, wie z.  B. Lerngruppen, bestehen.

DER LERNBEGLEITER

„Und was tue ich jetzt?“ – bestmöglich auf Referate und Klausuren vorbereitet sein

Im Lernbegleiter finden sich Notenübersichten für alle Fächer, die stets den Vermerk tragen „Und was tue ich jetzt?“. Daraus entwickeln Schüler und Lernkoordinator die regelmäßigen Maßnahmen, die sie dann im Lernplan sammeln.

Neben diesem Lernplan befindet sich im Lernbegleiter eine (auswechselbare) Seite für alle kurzfristigen Zusatzaufgaben, wie z. B. Referate oder Klausurvorbereitung. Unsere Schüler lernen, sich mit Lernplan und Zusatzaufgabenliste einen wöchentlichen Arbeitsplan zu erstellen.

Schließlich finden die Schüler hier einen Zeitplan, in den sie ihre wöchentlichen Internatstermine – neben Lerngruppen sind das vor allem die Freizeit-AGs, Gruppenangebote und Pflichtabendessen –  in übersichtlicher Form eintragen können.

DIE LERNGRUPPEN

Sich gegenseitig unterstützen, motiviert lernen und die Noten verbessern

  • Ablauf

    Die betreuten Lerngruppen finden montags von 14:30 bis 16:00 Uhr, mittwochs von 19:30 bis 20:30 Uhr und (an Internats-Wochenenden) freitags von 14:30 bis 16:00 Uhr statt und werden von den Erziehern geleitet. In ihnen erhalten alle Internatsschüler, die die Klassen 5 bis 9 des Gymnasiums oder das Sprachenjahr besuchen, den Grundbestandteil ihrer schulischen Förderung.

  • Unterstützung

    Die Schüler sind mit ihren Problemen nicht alleine, sondern können sich helfen lassen. Das beginnt bei bloßer Motivationshilfe und Ermahnungen zur Eigenständigkeit und geht bis zu konkreten Lernhilfen. Dabei lernen unsere Schüler insbesondere, sich in die Gruppe einzubringen und gegenseitig zu unterstützen – denn auch der Erklärende lernt etwas!

  • Anleitung

    Die Schüler arbeiten in einer Umgebung, in der die Konzentration auf das Lernen gefördert wird. Statt Ablenkung erhalten sie Ermunterung. Die Erzieher können sich dabei ein gutes Bild von ihren Schützlingen machen und jederzeit korrigierend eingreifen. So stellen wir sicher, dass unsere Schüler mehr als nur das unbedingt Nötige tun und Dinge wie Lernausdauer und den verantwortungsvollen Umgang mit elektronischen Geräten lernen.

  • Struktur

    Die Schüler werden in der Lerngruppe angehalten, ihre Schulmaterialien ordentlich zu führen und das Lernen zu strukturieren. Durch die regelmäßigen Termine werden sie in einen ersten Lernrhythmus geführt, durch das Beachten von Regeln wie Pünktlichkeit und Rücksicht auf andere lernen sie Selbstbeherrschung und gutes Sozialverhalten.

DIE FACHLERNGRUPPEN

Dank fachbezogener Lerngruppen gezielt auf den Unterricht vorbereitet sein

  • Ablauf

    Die Fachlerngruppen finden an jedem Wochentag von Montag bis Donnerstag abends statt (19:30 bis 21:00 Uhr). Die Aufteilung auf die verschiedenen Lerngruppen, Mindestanwesenheitszeit und Lerninhalte werden im Lerngespräch gemeinsam mit dem Lernkoordinator festgelegt und im Lernbegleiter festgehalten. Die Lernkoordinatoren tauschen sich mit den LG-Leitern regelmäßig darüber aus (sofern sie die Lerngruppe nicht ohnehin selbst leiten).

  • Fachliche Dauerbetreuung

    Die meisten Schüler lassen sich im Lerngespräch einer Fachlerngruppe zuordnen, um Kenntnisse und Note in dem betreffenden Unterrichtsfach zu verbessern. Das sind regelmäßig die „Problemfächer“ der Schüler, können aber auch besondere Interessensgebiete sein, in denen die Schüler zusätzlichen Aufwand betreiben möchten (Lieblingsfächer, Schlüsselfächer für die avisierte Berufsausbildung). Sie finden im Lerngruppenleiter einen ständigen Ansprechpartner, mit dem sie langfristig auch an grundsätzlichen Schwierigkeiten oder Interessen arbeiten können.

  • Fachliche Einzelbetreuung

    Schüler aller Jahrgangsstufen können auch zu einzelnen Terminen der Fachlerngruppe erscheinen, ohne fest auf der Liste eingetragen zu sein. Allerdings sollten sie sich möglichst vorher beim LG-Leiter oder Lernkoordinator anmelden. Sie können dann individuelle Fragen klären, wie z. B. im Unterricht oder bei der Klausurvor-/-nachbereitung aufgetretene Probleme.

  • Allgemeine Betreuung

    Schüler können auch völlig unabhängig vom entsprechenden Unterrichtsfach in eine Fachlerngruppe gehen, um einen bestimmten Lernrhythmus zu etablieren oder in einer kontrollierten Umgebung zu arbeiten. Oberstufenschüler können so (wenn erforderlich) dieselbe Betreuung erhalten wie Mittel- und Unterstufenschüler in den betreuten Lerngruppen, d. h. fächerübergreifend mit dem Lernbegleiter arbeiten, Hausaufgaben und Referate erledigen sowie (einzeln oder gemeinsam) üben.